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Die neue 883 Superlow ist ab sofort erhältlich.

Mittwoch, 28. Juli 2010

Neues Modell und vier SondereditionenHarley präsentiert 883 Superlow

Mit der 883 Superlow zeigt Harley-Davidson ein neues Motorrad auf der Basis der Sportster-Baureihe. Außerdem kommen vier limitierte Sondermodelle auf den Markt.

Harley-Davidson präsentiert jetzt mit der 883 Superlow ein neues Motorrad. Auf Basis der Sportster-Baureihe schöpft die kleine Harley aus 883 ccm 70 Newtonmeter Drehmoment und leistet 39 kW/53 PS. Fahrfertig bringt sie 260 Kilogramm auf die Waage. Besondere Merkmale sind die niedrige Sitzhöhe von nur 69 Zentimetern und einige Chopper-Komponenten. Dazu gehören unter anderem verchromte Armaturengehäuse, Leder-Tankabdeckung, verchromtes Batteriegehäuse, 18-Zoll-Vorderrad und ein 17-Zoll-Hinterrad. Die Superlow kostet mindestens 8.295 Euro und ist ab sofort erhältlich.

Neben dem neuen Modell bietet die US-Marke wieder die Modelle Electra Glide Classic und Softail Deluxe an. Alle Softail-Fahrzeuge, außer der CrossBones, werden nun serienmäßig mit ABS ausgestattet und erhalten neue Lenkerarmaturen.

Gleich vier limitierte Sondermodelle legt die Harley-Sparte Custom Vehicle Operations (CVO) auf. Die Road Glide Ultra, Street Glide, Softail Convertible und Ultra Classic Electra Glide erhalten zusätzliche Bauteile wie Navigations- und Audiosystem oder eine beheizbare Sitzbank für den entspannten Ritt auf dem Highway.

Quelle: N-tv.de





Motorradwerkstätten im TestPfusch am Zweirad

Werkstätten für Motorräder arbeiten offenbar ausgesprochen fehlerhaft. Nur jede vierte Werkstatt hat im Test ein ordentliches Ergebnis erzielt. Die präparierten Fehler an den Test-Motorrädern waren dabei teils einfachste Dinge, die die Mechaniker nicht beseitigten.

Der ADAC hat gemeinsam mit der Zeitschrift "Motorrad" 32 Motorrad-Werkstätten getestet. Dabei wurde eine große Inspektion in Auftrag gegeben. Ergebnis: 23 der getesteten Werkstätten (Harley-Davidson, Honda, Triumph, Kawasaki, Suzuki, Yamaha, BMW, Ducati) haben nicht alle fünf Fehler gefunden und behoben. Der beste Betrieb der Stichprobe: SBF Triumph Bikes & Parts (Filderstadt). Die Werkstatt bekam die volle Punktzahl bezüglich Technik und Service (100 Punkte). Den zweiten Platz mit 96 Punkten teilen sich das BMW Motorrad Zentrum Stuttgart und die Honda-Werkstatt Fritz Wenger aus Münster/Lech, gefolgt von der Kawasaki-Werkstatt Schlickel Motorrad aus Oldenburg (93 Punkte). Schlusslicht ist eine auf Yamaha spezialisierte Werkstatt bei München. Sie hat nur einen Fehler gefunden, obwohl die übrigen Mängel im Wartungsplan als abgearbeitet vermerkt wurden.

Nur neun Werkstätten haben den Kunden eine schriftliche Auftragsbestätigung ausgehändigt und nur 18 Betriebe gaben ihren Kunden den abgearbeiteten Wartungsplan mit. Das Gesamtergebnis enttäuscht im Vergleich zu den Werkstatttests für Autos. Hier war das Resultat genau umgekehrt. Knapp drei Viertel der Pkw-Betriebe (73 Prozent) hatten korrekt gearbeitet. Dies überrascht umso mehr, als auch die Zweiradmechaniker bei der Inspektion nach einer festgelegten Wartungsliste vorgehen. Wäre diese korrekt abgearbeitet und nicht nur abgehakt worden, wären alle präparierten Fehler gefunden worden. Folgende Fehler wurden versteckt: Zu großes Spiel am Gasgriff, defekte Glühlampe für Standlicht oder Kennzeichenbeleuchtung, lose Kupplungsgriffverschraubung, der Reifenfülldruck am Hinterreifen war reduziert und der Bremsflüssigkeitsstand hinten wurde auf "Minimum" abgesenkt.

Um beim Inspektionsauftrag alles richtig zu machen, empfiehlt der ADAC, immer das Service-Heft dabei zu haben. Die Auftragsannahme für die Inspektion sollte außerdem direkt am Motorrad erfolgen. Der Kunde sollte eine schriftliche Auftragsbestätigung und nach erfolgter Inspektion den abgearbeiteten Wartungsplan verlangen. Außerdem können sich Motorradfahrer bei Unklarheiten die Rechnung genau erklären lassen: Unverständliche oder englische Kürzel erschweren das Verständnis. Wer einen Inspektionstermin außerhalb der Saison vereinbart, kann eine schnelle Erledigung der Arbeiten erwarten. Ab April sind Wartezeiten von drei Wochen dagegen keine Seltenheit.



Quelle:N-TV.de



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Horex VR 6 - die Wiedergeburt einer Motorrad-Legende




Clemens Neese plant die Wiederauferstehung einer Legende. 2009 hat sich der Garchinger die Markenrechte an dem Kultmotorrad Horex gesichert und im Herbst nächsten Jahres soll ...

Bildergalerie: Horex VR 6



... es in Deutschland endlich wieder eine Maschine dieses Namens geben. Nachdem der Motorradbau bei Horex, die bereits seit 1923 in Bad Homburg existierte und so berühmte Zweiräder wie Regina, Resident und Imperator herstellte, im Jahr 1960 eingestellt wurde, gab es die unterschiedlichsten Modelle dieses Namens, von denen jedoch keines dessen würdig war. Die neue Horex VR 6 hingegen könnte mit ihrer klassischen Formgebung und modernster Technik eine große Tradition fortsetzen. Als Antrieb dient ein Sechzylinder-Motor mit 1200 Kubik, der wegen seines Zylinderwinkels von nur 15 Grad – ähnlich den VR6-Triebwerken von Volkswagen – ebenfalls die Bezeichnung VR 6 erhielt. Dieses Aggregat wird von einem Kompressor zwangsbeatmet und erreicht derzeit auf dem Prüfstand Leistungen zwischen 180 und 200 PS und schafft ein Drehmoment von 150 Newtonmetern. Der Motor arbeitet mit Dreiventil-Technik und drei obenliegenden Nockenwellen (TOHC Triple Overhead Camshaft) und schickt seine Leistung via Sechsgang-Getriebe und Kevlar-Zahnriemen an das Hinterrad, das an einer Einarmschwinge geführt wird. Die Horex VR 6 dürfte deutlich über 20000 Euro kosten.

Quelle:  Autoblog.com

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BikeConversion und Trike: Motorradfahren mit drei Rädern

 
BikeConversion und Trike: Motorradfahren mit drei RädernEingeschworene Zweirad-Puristen würdigen Trikes und ähnliches Gerät oft keines Blickes. Doch auch diese dreirädrigen Gefährte haben ihre Fan-Gemeinde. Und die wird nach Beobachtungen des europäischen Marktführers Rewaco aus dem oberbergischen Lindlar kontinuierlich größer. Seit nunmehr zwei Jahrzehnten engagieren sich die Lindlarer Spezialisten für ihre dreirädrigen Trikes, denen sich im letzten Jahr eine ganz neue Fahrzeugkategorie zugesellte – die sogenannte BikeConversion. Noch nie gehört, nun da sind Sie nicht allein.

Eine BikeConversion ist ein umgebautes Großserien-Motorrad. Bei ihm wird das Heckelement durch eine Achse mit zwei Rädern ersetzt. „Insbesondere Motorradfahrer, die etwas mehr Komfort und Sicherheit wünschen, sind von dem neuen Angebot begeistert“, erklärt Rewaco-Gründer und Geschäftsführer Harald Schmitz. Zu den Pluspunkten einer BikeConversion rechnet er unter anderem das serienmäßige Gepäckfach sowie auf Wunsch verfügbare Zusatzcases, die diese Gefährte auch für Langstreckentouren zu zweit tauglich machen. Und besonders ins Gewicht fällt, dass eine BikeConversion im Unterschied zum Trike, das oft die Maße eines ausgewachsenen Autos erreicht, sehr viel schmaler ist und kaum mehr Platz einnimmt als ein normales Motorrad.

CT 800 S, CT 1800 S und CT 2300 T heißen die drei aktuell angebotenen Rewaco-Modelle. Während das Einstiegs- und das Mittelklassemodell auf den Suzuki-Serienbikes Intruder C800 und C1800 basieren, ist das Topmodell eine umgebaute Triumph Rocket III Touring mit 2,3 Liter Hubraum und 78 kW (106 PS). Die Preise beginnen bei 18.990 Euro. Fahren kann man eine BikeConversion übrigens ebenso wie ein Trike mit einem ganz normalen Pkw-Führerschein; ein spezieller Motorrad-Führerschein ist also nicht nötig.

Eine sehr viel längere Tradition als die noch recht junge BikeConversion haben bei Rewaco Trikes, die man in Lindlar komplett in Eigenregie fertigt. Sie verfügen über einen stabile Rahmenkonstruktion und einem im Heck sitzenden Motor, von dem aus die Kraft direkt auf die einzeln aufgehängten Hinterräder übertragen wird. Bei den Antriebsaggregaten setzt Rewaco bei der Modellreihe RF1 auf Ford-Vierzylinder in drei Leistungsklassen zwischen 85 und 136 kW (115 und 185 PS). Die Preise beginnen hier bei 23.999 Euro. Für Traditionalisten ist das Trike FX6 in drei Ausstattungsvarianten verfügbar. Es wird von einem luftgekühlten Zweizylinder-V-Motor von Harley-Davidson mit 57 oder 63 kW (78 oder 85 PS) mit dem diesem Triebwerk eigenen unverwechselbaren Sound bewegt.

Zum 20. Geburtstag des Unternehmens haben die Rewaco-Verantwortlichen übrigens ein besonderes Programm gestaltet. Denn im Rahmen einer Jubiläumtournee stehen mehr als 30 Veranstaltungen auf dem Programm – vom ¼-Meilen-Rennen bis zur malerischen Schwarzwaldtour. Das genaue Programm findet man unter www.rewaco.de. (auto-reporter.net/Ingo von Dahlern)

Quelle:www.Motorradwallpaper.de
 
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Direct Line Motorradversicherung


INFORMATIONSAUSGABE - STRASSENVERKEHRSAMT - JUNI 2010

In Deutschland hat sich die Qualität der Pkw- und Lkw-Fahrer deutlich verschlechtert. Aus diesem Grund hat das Straßenverkehrsamt ein neues System eingeführt um die schlechten Fahrer zu identifizieren.

Mit sofortiger Wirkung werden allen Fahrern, die sich im Straßenverkehr schlecht benehmen -unter anderem durch plötzliches Anhalten, zu dichtem Auffahren, Überholen an gefährlichen Stellen, Abbiegen ohne zu blinken, Drehen auf Hauptstraßen und rechts überholen-  Fahnen ausgehändigt. Sie sind rot, mit einem schwarzen Streifen oben und einem gelben Streifen unten. Dadurch sind sie für andere Verkehrsteilnehmer als unfähige Autofahrer zu identifizieren.

 


Diese Fahnen werden an der Autotür befestigt und müssen für alle anderen Verkehrsteilnehmer gut sichtbar sein.

Die Fahrer, die eine besonders schwache Leistung gezeigt haben, müssen je eine Fahne auf beiden Seiten ihres Autos befestigen, um auf ihre fehlende Fahrkunst und ihren Mangel an Intelligenz aufmerksam zu machen.

Bitte an andere Verkehrsteilnehmer weiterleiten, so dass alle die Bedeutung dieser Fahnen verstehen


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 Genug ist nicht genug
Triumph

Fahrbericht Triumph Thunderbird 1700 Genug ist nicht genug

22.05.2010

In der Motorradklasse der Cruiser hatten bislang die großformatigen V2-Modelle aus US-amerikanischer oder japanischer Produktion das Sagen. Seit einem Jahr bietet Triumph mit der Thunderbird eine opulente Alternative.


In der Motorradklasse der Cruiser hatten bislang die großformatigen V2-Modelle aus US-amerikanischer oder japanischer Produktion das Sagen. Seit einem Jahr bietet Triumph mit der Thunderbird eine opulente Alternative, allerdings "nur" mit einem 1 600 ccm großen Paralleltwin. Da Hubraum durch nichts zu ersetzen ist, außer durch mehr Hubraum, bietet der britische Hersteller einen Umbausatz an, der den Hubraum auf 1 700 ccm, die Leistung um zwölf Pferdestärken auf 72 kW/98 PS und das Drehmoment um zehn Nm auf 156 Nm steigen lässt. Das sogenannte Big Bore-Kit für die ab 13 740 Euro startende Thunderbird kostet 739 Euro.
Zu diesem Betrag addieren sich noch rund neun Stunden Arbeitszeit in der Fachwerkstatt, was etwa 600 Euro kosten dürfte. Allerdings darf man durchaus von gut angelegtem Geld reden. Der solcherart modifizierte T-16-Twin besitzt nicht nur mehr Hubraum und Leistung, sondern auch ein pfiffiges Einspritzsystem, das erkennt, ob man gelassen durch die Lande cruisen möchte und entsprechend behutsam Gas gibt, oder ob der rasch geöffnete Gasgriff den Wunsch nach zünftiger Beschleunigung verdeutlicht. Und hier liegen tatsächlich Welten zwischen der normalen und der getunten Variante. Schub liefert die umgebaute Thunderbird direkt ab Standgas. Bereits die Standardvariante war kein Kind von Traurigkeit, doch die 1700er ist tatsächlich eine Klasse für sich: wahrlich ein Donnervogel. Zum Glück aber ohne entsprechenden Durst, bleibt der flüssigkeitsgekühlte Zweitopf doch selbst bei zügiger Fahrweise unter einem Durchschnittsverbrauch von sechs Litern, und damit auf dem Niveau der 1600er.


Dies ist vor allem dem lange übersetzten sechsten Gang zu verdanken, der Tempo 100 mit 2 500 Umdrehungen ermöglicht. Selbst die innerorts geforderten 50 km/h meistert die Thunderbird im letzten Gang ohne Schütteln bei 1 500 Touren. In Kombination mit dem leider nicht abschließbaren 22-Liter-Tank sind Reichweiten von weit über 350 Kilometern drin. Akzeptabel fallen auch die Kosten für die Haftpflichtversicherung aus, für die beispielsweise bei der AXA 118,74 Euro verlangt werden.
Zu erkennen ist die 1700er rein äußerlich nur am linken Motorgehäuse: Ein eigens gezeichneter Schriftzug verweist auf das gesteigerte Hubraumvergnügen. Wer möchte, kann den Deckel auch unverändert ordern. Keine Geschmacksfrage sollte hingegen ABS sein, das optional für 600 Euro angeboten wird. Bei der selbst im Leerzustand 339 Kilogramm wiegenden Triumph ist das keine schlechte Investition - verkraftet das solide Fahrwerk doch auch flottere Gangarten.
Als ein Sportgerät lässt sich die Thunderbird 1700 deshalb aber natürlich noch lange nicht bezeichnen: Allein der Radstand von 1,62 Metern oder der 200er-Hinterreifen stehen dem entgegen. Dafür huldigt die modifizierte Variante dem Ideal eines echten Cruisers noch ein gutes Stück vehementer als das Standardmodell. Wer also unterhalb der monumentalen Rocket III - und jenseits bekannter V-Twins - eine starke Alternative sucht, dem eröffnen sich nun ganz neue Möglichkeiten. Hubraum ist eben durch nichts zu ersetzen. Heiko P. Wacker/mid

Teststeno Triumph Thunderbird 1700:
Cruiser mit flüssigkeitsgekühlten Viertakt-Reihen-Zweizylinder, vier Ventile pro Zylinder, 1 700 ccm Hubraum, Leistung 72 kW/98 PS bei 5 200 U/min, max. Drehmoment 156 Nm bei 2 950 U/min, elektronische Einspritzung, geregelter Katalysator, Einstufung nach Euro-3-Norm, sechs Gänge, Sitzhöhe 70 cm, Tankinhalt 22 Liter, Leergewicht 339 kg, Zuladung 231 kg, Höchstgeschwindigkeit 185 km/h, Verbrauch 5,9 l/100 km Super, Jahresbeiträge bei der AXA-Versicherung KH: 118,74 Euro (SF 1, Zulassung Düsseldorf, 50 Mio. Euro pauschal mit Schutzbrief), TK: 90,00 Euro (150 Euro Selbstbeteiligung); Preis Thunderbird 1600: ab 13 740 Euro; Aufpreis ABS: 600 Euro; Aufpreis Zweifarblackierung: 400 Euro; Umbausatz zur Erweiterung auf 1 700 ccm Hubraum mit Kolben, Kolbenringen, Kolbenbolzen, Laufbuchsen, Dichtungen etc.: 739 Euro zzgl. Einbaukosten: ca. 9 Arbeitsstunden.


Quelle: Motoboerse.de



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Biker und Autofahrer: Mehr gegenseitige Rücksicht erwünscht
Mehr Fotos und Infos

Photo Copyright © ADAC
 

Biker und Autofahrer: Mehr gegenseitige Rücksicht erwünscht

Auf deutschen Straßen herrschen immer noch Rivalitäten zwischen Auto- und Motorradfahrern. Beide Parteien wünschen sich aber mehr gegenseitige Rücksichtnahme, wie eine Umfrage der Prüforganisation Dekra nun ergeben hat. 76 Prozent der Biker fordern mehr Aufmerksamkeit von den Pkw-lern, allerdings wünscht sich die Hälfte von ihnen das gleiche von den Motor-Bikern. 40 Prozent der 1 500 befragten Verkehrsteilnehmer glauben sogar, dass sich die Zwei- und die Vierradfahrer auf der Straße wie Gegner verhalten.

Einig sind sich beide Parteien jedoch in Sachen Sicherheit. 61 Prozent der Auto- und Lkw-Fahrer gaben an, dass die Gangart vieler Motorradfahrer gefährlich ist. Mehr als die Hälfte der Biker gibt ihnen hierbei recht. Einvernehmlich plädieren rund zwei Drittel aller Befragten für ein regelmäßiges Sicherheitstraining für Biker, die Hälfte bewertet ein Antiblockiersystem für Motorräder als Sicherheitsgewinn

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Betreutes Schrauben im Herzen von Altona

Von Eva Eusterhus 3. Mai 2010, 04:00 Uhr

Wer Motorrad fährt, will früher oder später auch selber Hand anlegen. In der Selbsthilfe Altona trauen sich auch Laien ans Gerät

Tobi sagt, die anderen schrauben - dieses Grundprinzip herrscht in der Hinterhofwerkstatt in der Stahltwiete 12. Benzingeruch liegt in der Luft, und das Brummen, Fauchen oder Röhren auf den Hinterhof fahrender Maschinen gehört zur Klangkulisse. "Tobi" heißt eigentlich Tobias Trapp, auch "der Lange" genannt. Meist steht er sehr breitbeinig vor seinen Kunden, um annähernd auf die Augenhöhe seiner Kundschaft zu kommen. Die meisten haben ein Motorrad dabei.


Die Motorrad Selbsthilfe Altona (MSA) wird von unterschiedlichsten Typen angesteuert. Vom Büroangestellten, der mit seiner Honda zur Arbeit fährt, vom Zahnarzt, der seine alte BMW wieder fit machen will für die Ausfahrt am Wochenende oder dem Studenten, der seinen Roller möglichst günstig wieder auf Trab bringen will.

Bei Trapp, Tobias Trapp, sind sie da genau an der richtigen Adresse. Für erschwingliche zehn Euro pro Stunde können die Kunden der MSA an ihrem zweirädrigen Gefährt herumschrauben, Hebelbühnen benutzen, alle Werkzeuge des Betriebs nutzen, die es in vierfacher Ausführung gibt, und bekommen obendrein noch den Rat des Fachmanns. Auch die unterschiedlichsten Ersatzteile stehen zur Verfügung, sie werden jedoch zusätzlich berechnet. Männer wie Frauen wechseln Kettensätze, stellen Ventile ein, zerlegen ihre Öfen komplett oder machen nur einen Ölwechsel.

Vor 14 Jahren wurde das Motorradfahrerparadies mitten im Hamburger Westen als reine Selbsthilfewerkstatt geboren. Aus der Idee heraus, auch Großstädtern das Selbstreparieren ihrer Böcke zu ermöglichen - schließlich sind kleine Privatwerkstätten bei saftigen Quadratmeterpreisen für die wenigsten erschwinglich.

Tobias Trapp hat eigentlich Informatik studiert, stellte jedoch fest, dass er in seinem Beruf ein doch recht isoliertes Dasein führt. "Ich wollte unter Menschen, also habe ich mein Hobby zum Beruf gemacht." Schon seit der Jugend hatte der leidenschaftliche Motorradfan - er selbst fährt privat Motorcross- und Enduro-Rennen, sein Gefährt ist eine KTM - nebenher Geld verdient, indem er Motorräder reparierte.

Die heiligen Hallen der MSA sind aber nicht ausschließlich für das Ausprobieren der eigenen handwerklichen Fähigkeiten vorgesehen. Wenn jemand nicht weiterkommt, kann er sich jederzeit bei einem Fachmann Rat und Hilfe holen. "Kriegt jemand etwas auf Biegen und Brechen nicht allein hin, kann er sein Rad auch hier lassen und wir reparieren es. Das nimmt vielen die Scheu, es erst mal selber zu versuchen", beschreibt Tobi die Philosophie. Von neun bis 13 Uhr erledigt die Werkstatt Auftragsarbeiten, von 13 bis 20 Uhr ist die Selbsthilfe geöffnet. Geht nicht, gibt es hier nicht.

Doch der 38-Jährige macht nicht nur müde Maschinen wieder fit, er poliert auch das Verhältnis zwischen den Kunden und ihren Motorrädern auf. Insofern ist seine Werkstatt kein gewöhnlicher Schrauberbetrieb, sondern vor allem auch Treffpunkt und Begegnungsstätte. "Ich sage mal so: Das Kommunikative ist für die Leute schon wichtig." Was den Grad der Geschwätzigkeit angehe, rangiere der Motorradtechniker gleich hinter dem Barkeeper und dem Friseur.

Und natürlich kennt er seine Pappenheimer. "Am besten sind die, die reinkommen und denken 'Ich krieg das alles alleine hin'", so der Inhaber. "Manche muss man erst mal komplett auflaufen lassen, damit sie ihre Nase nicht mehr ganz so hoch tragen." Letztendlich komme es in der Motorrad-Selbsthilfe auf die Gemeinschaft an. "Hier hilft jeder mit, einer gegen alle gibt es nicht, und wer wie viel verdient, und wo er wohnt, ist hier wurscht."

Geläutert sind alle, die den Hof verlassen. Weil sie wissen, warum vieles seinen Preis hat und seine Zeit braucht. Und natürlich sei es auch die Unprofessionalität, die dem Ganzen einen besonderen Charme verleiht. "Neulich hatte ich einen hier, der sagte, wenn er auf die Hupe drücke, gehe der Motor aus und das Fernlicht an." Erzählt er, und aus der Werkstatt weht lautes Männergelächter. Legendär ist aber Vaddi Fürchterlich. Vaddi Fürchterlich hat zwei Motorräder, eins ohne E-Starter, das er immer anschiebt zum Starten, und das andere hat keinen Ständer. "So, und der kommt dann hier an und will beide Geräte fertig machen und durch den TÜV bringen - am liebsten ganz allein. Na dann viel Spaß."

In solchen Moment ergreift Tobi ausnahmsweise gern die Flucht. Aber das seien nur Ausnahmen. Das Beste an seinem Job sei es, die Gesichter der Leute zu sehen, wenn sie selber etwas repariert haben. "Dann sind die natürlich stolz wie Harry - das dürfen sie ja auch sein."

Quelle:  Welt Online

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Kräftig gemixt

VON HANS-ULRICH KÖHLER, 14.05.10, 14:13h, aktualisiert 14.05.10, 15:19h
Die  Hyosung Aquila 650i.
Die Hyosung Aquila 650i aus Südkorea kostet 6 995 Euro und leistet 75 PS. (FOTO: WE)
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Halle/MZ. Dieses Motorrad wirkt auf den ersten Blick merkwürdig vertraut, obwohl Hyosung einem nicht auf den ersten Ruck einfällt, fragt man nach bekannten Bike-Herstellern. Die Aquila GV 650i hat irgendwie von allen etwas abbekommen. Am Rahmen glaubt man, ein Stück Harley V-Rod zu sehen, Lampe und Gabel muten an wie an einer Honda VTX 1800 und das Heck gleicht Suzukis Intruder M 1600 auffallend. Der südkoreanische Motorradbauer hat hemmungslos gemixt, das sieht so schlecht gar nicht aus.
Damit kann man aber gut leben, wenn man in dieser Hubraumklasse einen preiswerten Cruiser (ab 6 995 Euro) sucht, den der Hersteller zudem den lockenden Beinamen Sport-Cruiser verpasst hat. Das geht zwar gemeinhin nicht zusammen - Cruiser und Sport -, aber auch das lässt sich verschmerzen, wenn man nicht auf dem Image-Trip ist und die Welt von Harley zum Maß der Dinge macht.
Das hätte die Aquila nicht verdient, die den bescheidenen Anspruch an entspanntes Cruisen durchaus befriedigt. Und was den Sport betrifft: Der 650-Kubik-Motor sorgt für überraschend freudvollen Vortrieb. Er mag es, wenn man ihn hochdreht, dann kann man einen Hauch von Sportlichkeit erahnen, dann macht der flache Sport-Cruiser auch Spaß. Die Vibrationen nehmen dabei stark zu, halten sich aber in Grenzen.
Die fünf präzise schaltbaren Gänge sollten aber für ausreichend Fahrgenuss immer gut ausgefahren werden. Doch man kann ja von 75 PS nichts Unmögliches verlangen, auch nicht vom Sound der zwei Zylinder. Die maximale Leistung liegt erst bei beachtlichen 9 500 Umdrehungen pro Minuten an - gut für Sportler, schlecht für Cruiser. Was ihn ausmacht, kann die Maschine nicht leisten: zupackend aus niedrigen Drehzahlen heraus beschleunigen. Deshalb ist es gut, wenn man darauf aus ist, dem Motorrad das "sportliche Potential" zu entlocken, und das findet man durchaus.
Auch bei 195 km / h besticht die Maschine mit gutem Geradeauslauf, aber bei einem völlig unverkleideten Bike macht das natürlich keine Freude. Linderung schafft da die kleine Touring-Scheibe, die es optional gibt. Mit wachsendem Tempo schwindet wegen des breiten Lenkers und den weit vorgezogenen Fußrasten das Gefühl, alles immer sicher im Griff zu haben. Die Sitzposition ist anfangs gewöhnungsbedürftig. Der Lenker, sehr weit zum sehr aufrecht sitzenden Fahrer gezogen, verlangt ein konzentriertes Einlenken in enge Kurven, der schnelle Wechsel enger Kurven ist nichts für dieses Motorrad, es liebt die lange Piste.
Tempo 120... 140 ist der Bereich, wo sich Fahrer und Maschine wohlfühlen. Man hat die 230 Kilo schwere Maschine allzeit gut im Griff, die niedrige Sitzhöhe von nur 71 Zentimeter trägt dazu bei. Die Scheibenbremsen - eine hinten und zwei vorn - sind jederzeit sehr schön zupackend, der Bremspunkt gut dosierbar, der Bremshebel leichtgängig. Sehr gut die großen runden Spiegel, die vibrationsfrei an langen Halterungen gute Sicht nach hinten garantieren.
Schlecht dran ist die Sozia - den schmalen Sitz möchte man ihr nicht lange zumuten. Aufrüsten für größere Touren (Tankinhalt 16 Liter) kann man das Bike dennoch mit einer Sissy-Bar sowie mit Seitenkoffern aus Leder. Dann steht die Aquila optisch ihren etablierten Schwestern um nichts nach. Wer meint, Fahrvergnügen stellt sich nur mit großem Namen ein, sollte die Hände vor der Maschine lassen. Wer glaubt vorurteilsfrei aufsitzen zu können, wird den preiswerten Cruiser-Genuss auf der Hyosung schätzen lernen.

Quelle: mz-web.de


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Ihr dürft es natürlich weitersagen !!!